Arua

The small town of Arua is situated in a far north-western corner of Uganda, right at the border to the DR Congo. In the past, Arua has gained a certain fame because of being the place where Id Amin has been born, a world-famous lunatic. We took some “Shared Taxis” from Pakwach to Arua, which means that an ordinary car gets stuffed with as many people as possible. In the beginning, the road leads straight to the west to Nebbi, the district capital, where it runs straight to the north to Arua. But there is a dirt road going straight from Pakwach to Arua, crossing the Ajai Wildlife Reserve at the banks of river Nile. There is a junction where a road leads to the northeast, directly to the river and Rhino Camp, a small settlement starring the news right now because of a huge refugee camp for South Sudanese people attached to it.

Die Kleinstadt Arua liegt in der nordwestlichsten Ecke Ugandas direkt an der Grenze zur DR Kongo. Eine gewisse Bekanntheit hat die Stadt aufgrund der Tatsache erlangt, dass sich mit Idi Amin einer ihrer Söhne zu einem weltberühmten Irren gemausert hat. Wir sind von Pakwach aus mit „Shared Taxis“ nach Arua gelangt, sprich: mit stinknormalen Taxis, die bis zum Bersten mit Passagieren vollgestopft werden. Die Straße führt von Pakwach erst Richtung Westen bis in die Distrikthauptstadt Nebbi, von wo aus es dann gerade gen Norden nach Arua geht. Aber es gibt auch eine Piste, die geradewegs von Pakwach nach Arua führt und dabei das Ajai Wildlife Reserve am Nil durchquert. Dort zweigt eine Piste in nordöstlicher Richtung ab, die direkt zum Nil und dem Rhino Camp führt, einer kleinen Siedlung, die durch das gewaltige Lager für südsudanesische Flüchtlinge Schlagzeilen gemacht hat.

Because of Rhino Camp being only one of several huge refugee camps in West Nile, Arua nowadays is a hub for non-governmental organisations from all over the world. Arua is a fast-growing town with more than 60.000 inhabitants, and in the accommodations and eateries with a slightly more western standard, you come across a lot NGO-employees, volunteers and students doing fieldwork about international cooperation. Arua is also an important transport hub on the way to Yei or Juba in South Sudan as well as for the DR Congo. Once upon a time, the town has been the common starting point for trips to Garamba National Park in the north-eastern part of the DR Congo. But why should one go today? All the game has been poached to extinction, the locals have been terrorised, maybe there are still some of the creatures from the Lord´s Resistance Army (LRA) around! In addition, there are infrequent armed conflicts between Congolese rebel groups haunting the region. Arua, the West Nile province and it´s refugee camps are the last outposts of humanity and moral. North and west of Arua, hell breaks loose and makes the news.

Weil das Rhino Camp nur eines von mehreren großen Flüchtlingslagern in der Westnilprovinz ist, ist Arua heute ein Zentrum für Hilfsorganisationen aus aller Welt. Die schnell wachsende Stadt hat inzwischen bereits mehr als 60.000 Einwohner, und in den besseren Unterkünften und Restaurants trifft man ständig NGO-Mitarbeiter, Volontäre und Studenten, die über die internationale Zusammenarbeit forschen. Darüber hinaus ist Arua ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die Weiterfahrt nach Yei oder Juba im Südsudan sowie als Ausgangspunkt für Reisen in die DR Kongo. Früher einmal ist die Stadt der gängige Start einer Fahrt in den Garamba Nationalpark im Nordosten der DR Kongo gewesen. Aber warum sollte man da heute noch hin? Der Park ist leergeschossen, die Einheimischen terrorisiert, vielleicht hängen dort sogar noch versprengte Bestien der Lord´s Resistance Army (LRA) rum! Außerdem erschüttern sporadisch Kämpfe zwischen kongolesischen Rebellengruppen die Region. Arua, die Westnilprovinz und seine Flüchtlingslager sind die letzten Außenposten von Menschlichkeit und Moral. Nördlich und westlich davon beginnt die Nachrichten-Hölle.

It´s vicinity to the DR Congo and the South Sudan is probably the reason why Arua is home to Uganda´s most expansive market. Besides the common stuff like food, farming tools, spare parts for all kinds of vehicles, Chinese plastic toys as well as European and American second-hand clothes, the visitor is also likely to find some more exotic goods such as Congolese Vitenge (Sarongs), Congolese gold, smuggled ivory and gems. Even hell must be funded! How UN-aid supplies and even UN-tarpaulins for building refugee camps ended up on that market is most likely about to remain one of those daunting mysteries of postmodern neutron-bomb-capitalism.

Die Nähe zur DR Kongo und dem Südsudan ist vermutlich auch der Grund, warum es in Arua den größten Markt Ugandas gibt. Dort können neben den üblichen Dingen wie Nahrungsmitteln, landwirtschaftlichen Geräten, Kfz-Ersatzteilen, chinesischem Plastikspielzeug und europäischer sowie amerikanischer Second-Hand-Kleidung auch exotischere Waren erstanden werden, etwa kongolesische Vitenge-Stoffe (Sarongs), kongolesisches Gold, geschmuggeltes Elfenbein oder Edelsteine. Denn auch die Hölle will finanziert werden! Wie UN-Hilfsgüter und sogar die Planen für Flüchtlingsunterkünfte auf diesen Markt kommen, wird dabei wohl immer eines dieser so schmerzhaften Mysterien des postmodernen Neutronenbomben-Kapitalismus bleiben.

3 Gedanken zu “Arua

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