Kilembe & Buwatha, Rwenzori mountains / Ruwenzori-Berge

Near Kasese along the main road to Fort Portal at the northern tip of the Rwenzori mountains, a road goes up to the mountains for about 8 km until it reaches Kilembe. The small settlement has been founded in 1950 as accommodation for the workers of the local copper mine. Most of Kilembe residents earned their living in the mine before it was closed in the 80s. The work in the mine under devastating circumstances was so dangerous, and there were so many accidents – often fatal – that the locals refused to work for the company anymore. As a result, more and more people from all over the country had been hired for the hard labour underground which makes Kilembe a melting-pot for several different ethnicities from all corners of Uganda. Since the closing of the mine, the workers reside in the decaying barracks of the mining company. The mountain is torn open, the plant has been looted, scattered industrial remnants everywhere, and down the slopes flow poisoned creeks with water no one can use.

Nahe Kasese, an der Hauptstraße nach Fort Portal am nördlichen Ende der Ruwenzoris, führt eine Straße etwa acht Kilometer Richtung Westen hinein in die Ruwenzori-Berge nach Kilembe. Der Ort war erst 1950 als Arbeiterstadt der lokalen Kupfermine gegründet worden. Die meisten Bewohner Kilembes hatten ihren Lebensunterhalt in den Stollen der Kupfermine verdient, bevor diese in den 80er Jahren geschlossen worden war. Da die Arbeit in der Mine unter verheerenden Umständen geleistet werden musste und es viele Unfälle mit Toten zu beklagen gab, hatten die Einheimischen irgendwann Angst, in der Mine zu arbeiten. In der Folge waren mehr und mehr Menschen aus anderen Landesteilen für die schwere Arbeit unter Tage rekrutiert worden, weshalb in Kilembe auch verschiedene Ethnien aus ganz unterschiedlichen Teilen Ugandas nebeneinander leben. Seit der Schließung der Mine hausen die Menschen zumeist arbeits- und mittellos in den verfallenden Barracken der Minengesellschaft. Der Berg ist aufgerissen, das Werk eine geplünderte Ruine, überall verstreut industrielle Hinterlassenschaften, und die Hänge hinab fließen vergiftete Bäche, deren Wasser niemand mehr nutzen kann.

The people originally calling the Rwenzori mountains their home live further up the steep slopes where they grow coffee, sorghum, cassava, and maize. They suffer from the environmental destruction by the mine. Because of the rise of the copper price as well as cobalt deposits in the ground, it was recently planned to re-open the mine, but they couldn´t find reliable investors – maybe because of the massive corruption in the country. So, the ruins remain untouched, the people unemployed, uprooted and faced with the challenge of contaminated water as well as partly contaminated soil.

Die Menschen, die die Ruwenzoris schon immer ihre Heimat nannten, leben zumeist weiter oben an den steilen Hängen, wo sie Kaffee, Sorghum (Hirse), Cassava (Maniok) und Mais anbauen. Sie haben bis heute am meisten unter der Umweltzerstörung durch die ehemalige Mine zu leiden. Diese soll allerdings aufgrund steigender Kupferpreise und dem Vorkommen von Kobalt wiedereröffnet werden, aber seriöse Investoren dafür finden sich derzeit nicht, was auch mit der extremen Korruption im Land zu tun hat. So bleiben die Ruinen folglich weiter unangetastet, die Menschen arbeitslos, zum Teil entwurzelt und konfrontiert mit verseuchtem Wasser und teilweise kontaminierten Böden.

5 Gedanken zu “Kilembe & Buwatha, Rwenzori mountains / Ruwenzori-Berge

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