Malawi on the road

Referring to the latest United Nation´s Human Development Index, Malawi is one of the world´s poorest countries, suffering from an uncontrolled increase of population, a population explosion, from an unstable food supply which leads to deficiency symptoms, from erosion because of widespread deforestation, from decades of exploitation and suppression, not only by its own dictatorial leaders but also by western profiteers. Lilongwe as Malawi´s capital shows all the signs of this situation. There is a rural exodus going on, thousands and thousands of people coming to the big cities all over the country. As „entrepreneurs“ they try to sell whatever they have on the local markets or offer some kinds of services. Every morning, the stranded gather together between Lilongwe´s main market and the bus station for the well-known struggle to survive another day.

Malawi ist laut jüngstem Human Development Index der Vereinten Nationen eines der ärmsten Länder der Welt, geplagt von ungebremstem Bevölkerungswachstum einhergehend mit Überbevölkerung, von Versorgungsengpässen und Mangelernährung, von Bodenerosion aufgrund von flächendeckendem Kahlschlag sowie von jahrzehntelanger Ausbeutung und Unterdrückung durch die eigene autoritäre Führung und westliche Profiteure. In der Hauptstadt Lilongwe ist diese Situation besonders spürbar, abertausendfache Landflucht verstärkt vor allem in den Städten den Druck. Als „Kleinunternehmer“ fristen die Bewohner oftmals mit Handlangerdiensten oder beim Verkauf der kärglichen Erträge auf dem Markt ein perspektivloses Dasein. Rund um Busbahnhof und Markt kommen diese Gestrandeten jeden Morgen zusammen, um sich einen weiteren Tag über Wasser zu halten.

When Malawi gained independence in 1964, Lilongwe has been a small town with around 20.000 inhabitants. It has been the first president and de facto dictator of Malawi, Hastings “Kamuzu” Banda, which decided to fight the gap between the wealthier south and the poor north by choosing Lilongwe as the new capital.  Starting in 1969, Lilongwe had been drafted on the planners‘ drawing boards, for which vast areas had to be cleared and levelled. As compensation, protected local recreation areas had been created, leading to the city´s spaciousness that is still tearing the different districts apart, refusing to merge. Especially the business as well as the governmental district are blank, without atmosphere and as charming as a German industrial area.

Als Malawi 1964 seine Unabhängigkeit erlangte, war Lilongwe noch eine Kleinstadt von etwa 20.000 Einwohnern. Es war der erste Präsident und faktische Diktator Malawis, Hastings „Kamuzu“ Banda, der die Notwendigkeit sah, Malawis Süd-Nord-Gefälle mithilfe einer zentralen Hauptstadt entgegenzuwirken und sich für Lilongwe entschied. Ab 1969 wurde Lilongwe schließlich vom Reißbrett aus in eine moderne Hauptstadt umgestaltet, wofür große Flächen gerodet und planiert werden mussten. Zum Ausgleich bemühte man sich, geschützte Naherholungsgebiete und Reservate im Stadtgebiet zu installieren, was zur bis heute existenten Weitläufigkeit Lilongwes führte. Leider durchmischten sich die einzelnen Stadtteile nie, und geblieben ist ein zerrissener Flickenteppich. Besonders die Geschäfts- und Regierungsviertel lassen jede Atmosphäre vermissen und wirken in etwa so charmant wie ein hiesiges Industriegebiet.

Malawi is so poor because of overpopulation (more than 8 Million people), authoritarian governments and the harmful influence from outside – especially by the different churches, when it comes to contraception and the protection from the raging HI-virus. The average life expectancy is just above 40 years because of HIV, bilharzia (schistosomiasis) as well as an ongoing shortage in food supply. Deficiency symptoms are quite common all over the country due to unbalanced diet, not to speak about the flaws in the national health care system. Of course, this all leads to a rural exodus because life is even harder there, and the city keeps feeding the hope to survive on any kind of business idea.

Aufgrund der starken Überbevölkerung (mehr als 8 Millionen Einwohner, autoritärer Regierungen und dem schädlichen Einfluss von außen – besonders durch die verschiedenen Kirchen hinsichtlich Verhütung und Schutz vor dem grassierenden HI-Virus – ist Malawi heute eines der ärmsten Länder der Welt. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt nur wenig über 40 Jahre, was neben HIV auch der Malaria, dem Bilharziose-Erreger und der kontinuierlichen Unterversorgung geschuldet ist. Mangelerscheinungen aufgrund einseitiger Ernährung sind überall im Land anzutreffen, von den Mängeln der medizinischen Versorgung ganz zu schweigen. Natürlich führt all das zu Landflucht, da dort das Leben noch entbehrungsreicher ist und in der Stadt wenigstens die Hoffnung besteht, mit irgendeiner Art von „Geschäftsidee“ überleben zu können.

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