La Montagne des français

Between Antsiranana and the Indian ocean lies the “mountain of the French”, a 340-meter-high rock massif officially protected as a reserve since 2013. Even though it is not a big mountain range and despite its proximity to the city, the reserve is home to five species of lemur, 50 bird species, 40 species of reptile, frogs, chameleons and more than 240 different plants, among them some endemic ones. The reserve is home to some of the most famous specimen of the extremely rare and endangered Baobabs of the Adansonia suarezensis species growing right beside their relatives of the Adansonia madagascariensis species.

Zwischen Antsiranana und dem Indischen Ozean liegt der „Berg der Franzosen“, ein 340 Meter hohes Felsmassiv, das seit 2013 ein offizielles Schutzgebiet ist. Obwohl klein und in unmittelbarer Umgebung der Stadt gelegen, beherbergt das Reservat fünf Lemuren-Arten, 50 Vogelarten, 40 Reptilien-Arten, Frösche, Chamäleons und mehr als 240 Pflanzen, darunter einige endemische Arten. So ist das Reservat auch Heimat der berühmtesten Exemplare der extrem seltenen und stark bedrohten Baobabs der Spezies Adansonia suarezensis, die dort neben Exemplaren von Adansonia madagascariensis zu finden sind.

The mountains are ideal for hiking and rock climbing, but a guide is obligatory. We had been accompanied by an 85-year-old Malagasy who had even served in the colonial army. The French Catholics have transformed the steep path to the different viewpoints into a “Way of the Cross”, where kitschy and equally gruesome pictures illustrate the Passion of Christ at the usual 14 stations. Our protestant guide loved to make fun of those cruelties awaiting the hikers. “Who wants to see such stuff”, he asked, angry and amused at the same time. “They`re all lunatics, those Catholics!” Then he burst into an old infectious laugh, and it was obvious that protestant austereness didn´t mean too much to him neither. We thought of the unique Malagasy flexibility towards the imported religions as extraordinarily charming. They adapt to everything, better-to-be-safe, but don´t take things too seriously – in order to keep the good mood.

Das Massiv eignet sich hervorragend zum Klettern und Wandern, wobei ein Guide obligatorisch ist. Unserer war ein 85 Jahre alter Madegasse, der schon in der Kolonialarmee gedient hatte. Den steilen Weg hinauf zu den Aussichtspunkten haben die französischen Katholiken zu einem Kreuzweg gemacht, auf dem an den üblichen 14 Stationen auf die Wanderer neben den Kreuzen auch kitschig-grausame Darstellung des Leidensweg Christi warten, über die sich unser protestantischer Guide vortrefflich zu amüsieren wusste. „Wer will so etwas denn sehen“, fragte er. „Die sind doch verrückt, die Katholiken!“ Dann lachte er ein altes, ansteckendes Lachen, und es war klar, dass er auch mit der knieprigen Enthaltsamkeit der Protestanten wohl wenig anzufangen wusste. Als besonders charmant an den Madegassen empfinde ich ihre fröhliche Flexibilität, mit der sie den importierten Religionen begegnen. Man nimmt alles mit, sicher ist sicher, aber man nimmt die Dinge auch nicht zu ernst, denn das verdirbt die gute Laune.

The French had installed a military base at the highest point of the massif from where they could spot every incoming ship from a great distance. Today there is an observation deck with a magnificent 360°-view, from the Indian Ocean to the Channel of Mozambique and from the forested hills of the Analamera Special Reserve to the barren mountains of the Cap d´Ambre, the northernmost point of Madagascar. You certainly need a firm state because of gale and hurricane-force winds constantly blowing over the exposed deck. As a result, photographers can happily leave their tripods at the hotel. Particularly impressive are the more than 600 steps on the final stretch up to the platform, where there once had been a freight elevator to provide for the men on top of the mountain.

Am höchsten Punkt des Massivs hatten die Franzosen einen Militärposten errichtet, von wo aus sie sich nähernde Schiffe schon aus großer Entfernung entdecken konnten. Heute gibt es dort eine Aussichtsplattform mit grandiosem Rundum-Blick vom Indischen Ozean bis zum Kanal von Mosambik und von den bewaldeten Hügeln des Analamera Special Reserve bis zu den kargen Bergen des Cap d´Ambre, des nördlichsten Punkts Madagaskars. Allerdings braucht man einen festen Stand, denn über die exponierte Plattform fegen beständig Sturm- und Orkanböen. Fotografen können das Stativ ruhig im Hotel lassen. Besonders beeindruckend sind die mehr als 600 Stufen, die heutzutage das letzte Stück hinauf zur Plattform führen und an der Stelle gesetzt wurden, wo früher eine Art Lastenaufzug die Männer auf dem Berg versorgt hatte.

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