Arba Minch & Nechisar National Park

South of Addis Ababa, the Rift Valley pervades Ethiopias mountain ranges all the way south to the border with Kenya. There are numerous lakes on the bottom of the Rift Valley, of which Lake Abbaye is the largest. The lake once had been even larger, but then volcanic eruptions created a land bridge between both sides of the valley, dividing the southern parts of the water from the northern. The locals call it the “Bridge of God”. The southern part is Lake Chamo with blue-green water and rich in fish, and there are crocodile and hippos as well as a commercial crocodile farm. By contrast, the water of Lake Abbaye is brown because of natural sediments, it contains only few fish but because of that the most aggressive crocodiles throughout the country.

Südlich von Addis Ababa durchzieht der Große Afrikanische Grabenbruch, das Rift Valley, die Berglandschaft Äthiopiens bis zur Grenze nach Kenia. Darin aufgereiht liegt eine Reihe von Seen, von denen der Abbaye-See der größte ist. Einst war der Abbaye-See sogar noch um etwa ein Drittel größer, bis Vulkanausbrüche eine Landzunge schufen, die den südlichen Teil des Gewässers vom Rest trennte und heute von den Einheimischen „Bridge of God“, „Brücke Gottes“, genannt wird. Der südliche, kleinere Teil ist der Chamo-See, ein fischreiches Gewässer von normaler, blaugrüner Farbe, in dem es noch zahlreiche Krokodile – und eine kommerzielle Krokodilfarm – sowie Flusspferde gibt. Der Abbaye-See dagegen ist braun von natürlichen Sedimenten, enthält wenig Fisch und ist daher Heimstatt der aggressivsten Krokodile des ganzen Landes.

West of the land bridge, Arba Minch is located on 1.285 m in altitude. Downtown Arba Minch is called Sikela, and the upper parts of the town, from where you have excellent views over the Rift Valley and the “Bridge of God”, Shecha. Together, they are home to more than 100.000 people what makes Arba Minch the largest town in southern Ethiopia. It is the place where the “Museum of tribes” with the ancient tribes of southern Ethiopia begins, and the Dorze people up in the Guge mountains just outside of town are a part of it.

Westlich der Landbrücke liegt Arba Minch auf 1.285 Metern Höhe. In der Unterstadt Sikela sowie der Oberstadt Shecha, von der aus man einen atemberaubenden Blick auf die „Bridge of God“ und die beiden Seen hat, leben heute weit mehr als 100.000 Einwohner, was Arba Minch zur größten Stadt in Äthiopiens tiefem Süden macht. Hier beginnt das sogenannte „Museum der Völker“ mit den uralten Stämmen Südäthiopiens, zu denen auch die Dorze in den Guge-Bergen oberhalb der Stadt gehören.

Nechisar National Park covers the land bridge between Lake Chamo and Lake Abbaye as well as land on the opposite, eastern side (from Arba Minch) of the Rift Valley, and landscape-wise it is probably one of the most beautiful parks in eastern Africa. Even though it´s only 514 square kilometres big, the park protects different vegetation zones like savanna, acacia woods, thick scrubland and alluvial forest. Besides hippos and crocodiles, there are antelopes, gazelle like the impressive Grant´s gazelle, Burchell´s zebra, a subspecies of the Plain´s zebra that was thought to be extinct at the beginning of the 20th century, monkeys, a small population of lion as well as an astonishing abundance of birds (among them Yellow-necked Francolin and Abyssinian ground hornbill) living in the park. Hardly more than a myth is the Nechisar Nightjar, of which we only know because of a single wing. The eponymous Nechisar plains is an enormous flat steppe east of the land bridge. “Nechi Sar” is Amharic and means white grass. This special grass is characteristic on the plains.

Der Nechisar Nationalpark umfasst die Landbrücke zwischen dem Abbaye- und dem Chamo-See sowie Land auf der Arba Minch gegenüberliegenden, östlichen Seite des Tals und gehört zu den landschaftlich schönsten Parks Ostafrikas. Obwohl nur 514 Quadratkilometer groß, schützt der Park zahlreiche Vegetationszonen von offenen Savannen über Akazienwälder bis hin zu dichtem Busch und Auwäldern. Neben den im Wasser lebenden Krokodilen und Flusspferden gibt es im Park Antilopen, Gazellen, etwa die imposante Grant´s Gazelle, Burchell´s Zebras, eine Unterart der Steppenzebras, die Anfang des 20. Jahrunderts bereits als ausgestorben galt, Affen, eine kleine Löwenpopulation sowie eine erstaunliche Vogelwelt (darunter Gelbkehlfrankolin und Abessinischer Hornrabe). Kaum mehr als eine Legende ist eine Nachtschwalbe, der Nechisar Nightjar, von dessen Existenz man nur aufgrund eines einzelnen Flügels weiß. Bei den dem Nationalpark ihren Namen gebenden Nechisar Plains handelt es sich um eine gewaltige Steppenebene auf der östlichen Seite der Landbrücke. „Nechi Sar“ ist amharisch und bedeutet „weißes Gras“. Dieses besondere Steppengras gibt der Ebene sein unverwechselbares Aussehen.

2 Gedanken zu “Arba Minch & Nechisar National Park

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