Bale mountains – Die Bale-Berge

The Bale mountains southeast of Shashemene rank among the most beautiful landscapes in the country. They are home to some decent peaks, including Mount Tulu Dimtu, with 4.377 m Ethiopia’s second highest mountain, rising out of the 4.000 m high Sanetti plateau, Africa’s largest area above 3.000 m. The lush montane rainforests on its slopes between 3.000 m and 4.000 m are home to a wide range of rare animals – among them 78 mammals. Besides the famous Ethiopian wolf, the Mountain Nyala is the rarest of them. In addition, the Bale mountains are a paradise for ornithologists, and the flowering of the abundant variety of wildflowers during and after the rainy season makes the place picture-perfect.

Die Bale Berge südöstlich von Shashemene gehören zu den landschaftlich schönsten Gebieten des Landes. Sie beheimaten einige Gipfel, darunter den Tulu Dimtu, mit 4.377 Metern Höhe Äthiopiens zweithöchster Berg, der sich über dem 4.000 Meter hohen Sanetti Plateau erhebt, der größten, über 3.000 Metern liegenden Fläche Afrikas. An den Hängen zwischen 3.000 und 4.000 Metern gibt es noch üppige Bergregenwälder, die eine ganze Reihe äußerst seltener Tierarten – darunter allein 78 Säugetierarten – beherbergen. Das Bergnyala ist das wohl seltenste neben dem berühmten Äthiopischen Wolf. Darüber hinaus sind die Bale Berge auch ein Paradies für Vogelkundler, und während und nach der Regenzeit sorgt die Blüte der zahlreichen Wildblumen für farbenfrohe Akzente.

The Sanetti plateau is Africa’s largest afro-alpine area. The barren plateau is characterised by Helichrysum, which are part of the Immortelle class and grow silver blossoms during the wet season, and the Giant Lobelia (Lobelia rhynchopetalum) which are endemic to the afro-alpine zones of Bale and Simien mountains. Especially impressive is the only Lobelia forest of the country near Mount Tulu Dimtu.

Das Sanetti Plateau ist Afrikas größtes zusammenhängendes afro-alpines Gebiet. Geprägt ist das karge Plateau durch – in der Regenzeit – silbern blühende Helichrysum, ein Mitglied der Gattung der Strohblumen, sowie die bis zu neun Meter hohen Riesenlobelien (Lobelia rhynchopetalum), die in den afro-alpinen Zonen der Bale- und der SimienBerge Äthiopiens endemisch sind. Besonders eindrucksvoll ist der einzige Lobelienwald des Landes unweit des Tulu Dimtu.

The Ethiopian wolf (Canis simensis) belongs to the canines, it is related to the wolf and by far the rarest wild dog on the planet. Only around 500 of those shy Ethiopian wolves with their fox-like red fur are still left in the zones between 3.000 m and 4.000 m of Bale and Simien mountains. Approximately 300 are living on the Sanetti plateau, where they use the twilight hours for hunting for their favourite food, the giant mole rat, which is also endemic. Originally, the wolf inhabited most parts of Africa before it had to draw back from other competitors for food, especially man, all the way to its last refuge high up in the mountains. Today, it is severely endangered because of settlement pressure as well as diseases passed on by domestic dogs.

Der Äthiopische Wolf (Canis simensis) gehört zu den Hundeartigen, ist eng mit dem Wolf verwandt und der seltenste Wildhund der Erde. Noch etwa 500 der scheuen, mit ihrem roten Fell an Füchse erinnernden Äthiopischen Wölfe bewohnen heute die Regionen zwischen 3.000 und 4.000 Metern Höhe in den Bale- und den Simien-Bergen. Etwa 300 leben auf und am Sanetti Plateau, wo sie bevorzugt in den Dämmerungsstunden nach ihrer Lieblingsspeise, der ebenfalls endemischen Riesenmaulwurfsratte suchen. Ursprünglich war der Wolf wohl über größere Regionen Afrikas verbreitet, bevor das Vorrücken verschiedener Nahrungskonkurrenten sowie des Menschen ihn bis zu diesen letzten Rückzugsorten verdrängte. Heute ist er akut durch Siedlungsdruck und vom Haushund übertragene Krankheiten vom Aussterben bedroht.

4.377 m high Mount Tulu Dimtu (Oromo for “Red mountain”) is Ethiopia’s second highest mountain after the Ras Dejen, but to be honest, it is only a rocky hill rising from the 4.000 m high Sanetti Plateau. In Oromo, Sanetti means “Where strong winds blow”, and that is an extremely suitable name. The wide plateau is exposed with only a few boulders and a lot of scree, polished by the wind and the extreme weather conditions, hence the “peaks” protruding from the plateau are only piles of scree.

Der mit 4.377 Metern nach dem Ras Dashen zweithöchste Berg Äthiopiens, Tulu Dimtu (Oromo für „Roter Berg“), ist letztlich eher ein größerer Hügel, der sich aus dem 4.000 Meter hohen Sanetti Plateau erhebt. Sanetti heißt in Oromo „Wo starke Winde wehen“, und das ist ein sehr passender Name. Das exponierte und weitläufige Plateau ist bis auf wenige Felsblöcke und viel Geröll blankpoliert von Wind und Wetter, und so sind auch die Gipfel, die aus ihm herausragen, bloße Geröllberge.

There is a communication antenna for mobile phoning on top of Mount Tulu Dimtu, which is the reason why there exists an almost impassable track all the way up and why there is a guard living in the attached building. The previous guard had been killed by frost because there is no firewood or other heating possibilities. Normally, the track to the top poses an insurmountable obstacle even to 4-wheel drive vehicles, but on those few days with really good weather, you might even perhaps wangle an ascent with a minibus. But meanwhile, it would only be a second ascent.

Auf dem Gipfel des Tulu Dimtu steht ein Telefonumsetzer für Mobilfunk, weshalb eine beinahe unbefahrbare Piste hinaufführt und ständig ein Wächter im dazugehörigen Gebäude wohnt. Ein früherer Wächter ist bereits erfroren, da es kein Brennholz und auch keine sonstigen Heizmöglichkeiten gibt. Normalerweise stellt die Piste auf den Gipfel auch für Allradfahrzeuge eine fast unüberwindbare Herausforderung dar, aber an den wenigen Tagen mit wirklich gutem Wetter im Jahr ist sogar eine Besteigung im Minibus möglich – inzwischen allerdings bloß noch eine Zweitbesteigung.

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